Die Höhe des Windrads ist entscheidend für den Windertrag

Wie wirtschaftlich ein Windrad betrieben werden kann, hängt vor allem davon ab, welche Windgeschwindigkeiten am Standort vorherrschen. Die Windgeschwindigkeit nimmt dabei mit der Höhe zu, das heißt, am Boden sind die Luftströmungen schwächer als in höheren Luftschichten.  Das belegen auch die beiden Windgutachten, die im Rahmen der Raumanalyse zur Suche nach geeigneten Standorten für Windenergie im Stadtgebiet von Solingen erstellt wurden. Die Windgeschwindigkeiten wurden dabei in 100 m und 140 m Höhe ermittelt. Die berechneten Windverhältnisse oberhalb der Sengbachtalsperre sind in 140 m Höhe deutlich besser als  auf 100 m und liegen zwischen 5,5 und 6,5 m/s. Reale Windmessungen bestätigen diese Berechnungen und liegen sogar über diesen Werten.

Die Höhe eines Windrads spielt demnach eine entscheidende Rolle für den Windertrag:  Je höher das Windrad ist, desto mehr Energie kann die Anlage erzeugen. Deshalb haben moderne Windräder für das Binnenland eine Nabenhöhe von etwa 140 – 150 m und erreichen bis zu den Flügelspitzen der Rotorblätter eine Gesamthöhe von rund 200 m. Die Windenergieanlagen neueren Typs eignen sich somit auch für die Errichtung in Waldgebieten, denn die Windräder überragen die Bäume, die andernfalls die Luftströmung beeinflussen (Rauhigkeit). Windräder mit einer Nabenhöhe von nur 100 m und damit einer Gesamthöhe von etwa 150 m, könnten weder oberhalb der Sengbachtalsperre noch auf einer anderen Fläche im Solinger Stadtgebiet wirtschaftlich betrieben werden.

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