Artenschutzprüfung bei der Planung von Windrädern

Für die Errichtung von Windrädern muss ein Antrag auf Baugenehmigung gestellt werden, in dem die Einhaltung zahlreicher Vorschriften zum Schutz der Umwelt (Menschen) und der Natur (geschützte Tierarten)  nachgewiesen werden muss.

Deshalb haben die Stadtwerke Solingen für das Genehmigungsverfahren nach BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz) zwei artenschutzrechtliche Untersuchungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz beauftragt: ein avifaunistisches (Vögel) sowie ein Fledermaus-Gutachten. Die Kriterien für das Gutachten wurden im Vorfeld mit den vier örtlichen Umwelt- und Naturschutzverbänden Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), Naturschutzbund (NABU), Bergischer Naturschutzverein (RBN) und Arbeitskreis Fledertierschutz (AKFSG)) sowie unter Einbindung des örtlichen Försters gemeinsam festgelegt und entsprechend beauftragt.

Die gemeinsam festgelegten Kriterien gehen dabei weit über die für solche Verfahren üblichen Richtlinien hinaus. So wurden z.B. ein erweiterter Untersuchungsraum und zusätzliche Beobachtungen vereinbart. Den Auftrag für die Untersuchungen erhielt ein erfahrendes akkreditiertes, d.h. unabhängiges und anerkanntes Gutachterbüro.

Die Stadtwerke Solingen haben die beiden Untersuchungen zum Artenschutz zudem der Stadt Solingen für die Artenschutzprüfung 1 zur Verfügung gestellt. Diese ist im Rahmen des Flächennutzungsplan-Verfahrens zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergie erforderlich.

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