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Winderlass NRW

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will als Industrieland Nummer Eins Vorreiter beim Klimaschutz werden und daher die Treibhausgase um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 und um mindestens 80 Prozent bis 2050 reduzieren.

Dies ist verbindlich in einem eigenen Klimaschutzgesetz verankert – dem Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes in Nordrhein-Westfalen –, das der Landtag von Nordrhein-Westfalen am 23. Januar 2013 verabschiedet hat.

Dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie, fällt beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle zu. Als konkretes Ziel erklärt die Landesregierung, die Stromerzeugung aus Wind von heute drei bis vier Prozent auf 15 Prozent im Jahre 2020 zu steigern. Vor diesem Hintergrund wurde zum 11. Juli 2013 ein neuer Windenergie-Erlass in Kraft gesetzt. Dieser leitet eine Reihe von Maßnahmen ein, die künftig den Bau von Windrädern in Nordrhein-Westfalen erleichtern sollen.

Konkret will die Landesregierung die Kommunen dabei nicht nur bei der Planung und Zulassung von Windrädern unterstützen, sondern hat zudem bestehende Voraussetzungskriterien gelockert. Bisher pauschal in ganz NRW geltende Richtlinien wurden gekippt, um zukünftig die individuellen Gegebenheiten in jedem Einzelfall für eine gerechtere Entscheidung heranziehen zu können. Zusätzlich wurde erstmals die Möglichkeit geschaffen, Windräder in Überschwemmungsgebieten oder auf Waldflächen zu planen.

Gleichzeitig bleiben so genannte „Tabuflächen“ für Mensch und Umwelt, wie etwa allgemeine Siedlungsbereiche, Nationalparks oder Naturschutzgebiete weiterhin für die Planung von Windenergie ausgeschlossen. Zusätzlich werden Anwohner auch in Zukunft über das Genehmigungsverfahren vor unzumutbaren Beeinträchtigungen geschützt und die Grenzwerte für Schall- und Schattenwurf müssen nach wie vor uneingeschränkt eingehalten werden.

Den Windenergie-Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen in der ungekürzten Fassung finden Sie hier!

 

Weitere Informationen:

 

Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
Foto: © M. Immanuel/www.pixelio.de