Energiewende

Energiewende: Sicher in die Zukunft heißt Umdenken!

Energie ist der Motor unseres Lebens und der Wirtschaft, begleitet uns im täglichen Leben und ist Garant für unseren Fortschritt.

Ausreichend Energie ist Bedingung für unsere momentane Lebensweise. Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde so viel Energie verbraucht wie heute. Der stetig wachsende Energiehunger ist Konsequenz unseres bisherigen Entwicklungsmodells und stellt uns zunehmend vor ungelöste Probleme: Der Klimawandel mit seinen Folgen ist eines davon, ein anderes die Ausbeutung endlicher, natürlicher Rohstoffe, die unwiederbringlich für die Menschen verloren gehen, oder die radioaktiven Abfälle, die Jahrmillionen tödlich strahlen, und nicht zuletzt das Artensterben. Die Energiewende soll die zukünftige Energieversorgung ökonomisch und ökologisch verträglicher machen und dazu beitragen unsere Zukunft zu sichern.

Was ist die Energiewende?

Die Energiewende bezeichnet den Umstieg von fossilen Brennstoffen und Kernbrennstoffen (Uran) auf erneuerbare Energien bei zugleich weniger Energieverbrauch. Zu den nachhaltigen Energieträgern zählen Wasserkraft, Erdwärme und tiefe Geothermie, Wind und Sonne und der nachhaltige Einsatz von Biomassen. Energieeinsparung bei Strom und Wärme, z. B. durch bessere Energieausnutzung (Energie-Effizienz) mit Hilfe neuer Technologien und einem bewussten Einsatz von Energie sind für den Erfolg der Energiewende unverzichtbar.

Der Begriff „Energiewende“ wurde erstmals in einer Studie des Ökoinstituts aus dem Jahr 1980 verwendet. 2002 wurde er im Rahmen einer Fachtagung des Bundesumweltministeriums („Energiewende – Atomausstieg und Klimaschutz“) aufgegriffen und in seiner heutigen Form geprägt.

Die Ziele der Energiewende in Deutschland

  • Ausstieg aus der Kernenergie bis Ende 2022.
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch bis 2020 auf 18 Prozent, bis 2030 auf 30 Prozent, bis 2040 auf 45 Prozent und bis 2050 auf 60 Prozent.
  • Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 35 Prozent bis 2020, auf 50 Prozent bis 2030, auf 65 Prozent bis 2040 und auf 80 Prozent bis 2050. Wichtigste Grundlage dafür ist die seit Januar 2012 geltende Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent, bis 2030 um 55 Prozent, bis 2040 um 70 Prozent und bis 2050 um 80 bis 95 Prozent (gegenüber dem Basisjahr 1990).
  • Reduktion des Primärenergieverbrauchs bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent.
  • Steigerung der Energieproduktivität auf 2,1 Prozent pro Jahr in Bezug auf den Endenergieverbrauch.
  • Reduktion des Stromverbrauchs bis 2020 um 10 Prozent und bis 2050 um 25 Prozent (gegenüber 2008).
  • Reduktion des Wärmebedarfs in Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent und Reduktion des Primärenergiebedarfs um 80 Prozent bis 2050. Die Sanierungsrate für Gebäude soll von ein auf zwei Prozent verdoppelt werden.

 

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Foto:
© Monika Wagner/fotos.sc