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Erneuerbare Energien

Nicht erst durch die Ereignisse in Japan sind wir aufgefordert, die Energieversorgung der Zukunft neu zu organisieren. Durch die jahrzehntelange Nutzung fossiler Brennstoffe hat die Natur bereits erhebliche Schäden erlitten. Nebenher ist Deutschland heute stark abhängig von unsicheren Energielieferanten.

Die auf fossilen und radioaktiven Energieträgern basierende Energieversorgung schwächt zunehmend unsere Kaufkraft und führt stattdessen vor allem zu Investitionen und Reichtum in den Erdöl- und Erdgas- sowie Uran-exportierenden Staaten. Die Rohstoffpreise steigen seit vielen Jahren stark und vor allem immer schneller an. Die fossilen und radioaktiven Energievorräte werden zudem in recht kurzer Zeit unwiederbringlich aufgebraucht sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob es in 10, 50 oder 100 Jahren soweit ist: Unsere Kinder und Kindeskinder werden es voraussichtlich erleben. Die erneuerbare Stromerzeugung aus Wasser, Wind, Sonnenstrahlung, Biomasse sowie Erdwärme kann den Verbrauch fossiler Energieträger deutlich reduzieren – und ist nebenbei sicher, bezahlbar und umweltfreundlich.

Mit den Kabinettsbeschlüssen zur Energiewende vom 6. Juni 2011 hat auch die damalige Bundesregierung auf der Basis des Energiekonzepts vom September 2010 eine weitgehende Neuausrichtung der Energiepolitik besiegelt: Der Ausstieg aus der Kernenergienutzung soll zügig vollzogen und zugleich der Einstieg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien geschafft werden. Bis spätestens zum Jahr 2020 soll deren Anteil an der Stromversorgung mindestens 35 Prozent betragen. Des Weiteren soll der Einsatz erneuerbarer Energien maßgeblich dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 (bezogen auf das Jahr 1990) um 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken. Wichtigste Grundlage dafür ist die am 01.01.2012 in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG).

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Tatsächlich ist der bisherige Ausbau der regenerativen Energien durchaus dynamisch verlaufen. 2012 konnten die „Erneuerbaren“ erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen und ihren Anteil am Bruttostromverbrauch um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 23,5 Prozent steigern. Den größten Beitrag leistet dabei die Windenergie mit 8,1 Prozent, gefolgt von der Energie aus Biomasse (inkl. biogenem Müll) mit 7 Prozent. Die stärksten Zuwächse wurden bei der Photovoltaik registriert, die mit 4,2 Prozent zum Bruttostromverbrauch beitrug. An vierter Stelle rangiert die Wasserkraft mit insgesamt 3,5 Prozent. So konnten im Jahr 2012 in allen Verbrauchssektoren (Strom, Wärme und Verkehr) die energiebedingten CO2Emissionen um rund 146 Millionen Tonnen gesenkt werden (2011: 130 Mio. t).

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Quellen:
Agentur für Erneuerbare Energien
Bundesumweltministerium
Grafiken:
Stadtwerke Solingen
Agentur für Erneuerbare Energien
Foto: © Foto-Community Olympus