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Neuigkeiten & Aktivitäten

Februar 2015

Das von der ARGE Bergwind geplante Windenergieprojekt an der Sengbachtalsperre, das für seine Genehmigung zunächst eine Änderung des Flächennutzungsplanes und die Ausweisung einer Konzentrationszone für Windräder erfordert hätte, wurde in einem aufwändigen Verfahren über viele Monate auf seine Umweltverträglichkeit geprüft. Die Stadtwerke standen dabei von Anfang an in engem Austausch und Diskussion mit der Stadt, den zuständigen Behörden, den Bürgerinnen und Bürgern und Vertretern von Naturschutz- und Interessenverbänden. Insbesondere die Artenschutzrechtliche Prüfung mit Kartierungen über 12 Monate hinweg ergab umfassende neue Erkenntnisse über eine sehr hohe Artenvielfalt mit Vorkommen von mehreren geschützten, planungsrelevanten Vogelarten und Fledermäusen. Die Umweltgutachten lassen außerdem auf eine hohe Bedeutung des Raumes an der Sengbachtalsperre für den dortigen Gebietsschutz schließen. Beim Planungsgebiet handelt es sich um den größten unzerschnittenen Freiraum in Solingen. Im anschließenden Abwägungsprozess des laufenden FNP-Verfahrens wurden die vorliegenden Erkenntnisse von den Experten der Stadt Solingen sorgfältig bewertet.

In dem seit kurzem vorliegenden Entwurf des neuen Regionalplanes wird das Gebiet voraussichtlich vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) auch für eine Ausweisung als „BSN-Fläche“ (Bereich für den Schutz der Natur) mit herausragender Bedeutung für den Biotopverbund vorgeschlagen. Sollte dieser Vorschlag im Regionalplan rechtlich verankert werden, stünde dies der Umsetzung des Projektes Bergwind ebenfalls entgegen.

Für Stadtdirektor Hartmut Hoferichter ist klar: „Das aus den Untersuchungen neu gewonnene Wissen zum Arten- und Gebietsschutz führt dazu, dass vor einer Fortführung des FNP-Verfahrens weitere vertiefende Untersuchungen zu Ausgleich oder Kompensation im Umweltbereich unumgänglich wären, die erneut Geld kosten und das Verfahren bis Anfang 2016 verlängern würden. Ob der Standort im Flächennutzungsplan dann für Windräder ausgewiesen werden kann, ist mehr als fraglich. Die Verwaltung will daher den politischen Gremien vorschlagen, die Änderung des FNP für die Standorte von Windenergieanlagen angesichts der aktuellen Sachlage nicht fortzuführen.“

Dazu Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen: „Wir haben als Stadtwerke von Anfang an großen Wert darauf gelegt, das Projekt gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Stadt Solingen umzusetzen. Aus diesem Grunde haben wir bereits frühzeitig eine breite Bürgerbeteiligung angestoßen. Die jetzt vorliegende Beurteilung durch die Stadt und Bezirksregierung wirken sich –selbst wenn das Verfahren fortgeführt würde – negativ auf die ökonomische Rentabilität des Projektes aus. Wir müssten in jedem Fall mit einer deutlichen Verlängerung des Planungsverfahrens rechnen. Ein möglicher Baubeginn in 2017 ist für uns angesichts der degressiven Ausgestaltung der EEG Vergütung schwierig. Wir haben daher in der ARGE Bergwind entschieden, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. Unter günstigeren Rahmenbedingungen hätten wird das Projekt sehr gerne verwirklicht, weil es einen Beitrag in der Region zur Energiewende hätte leisten können. Die Umsetzung der Energiewende ist weiterhin eine große Aufgabe für uns alle. Die ARGE Bergwind wird sich daher weiter mit der Suche nach geeigneten Projekten und Standorten beschäftigen.“

Die Stadtwerke beteiligen sich aktuell bereits an Windenergie-Projekten mit kompetenten Partnern: In der Trianel Onshore Windenergie GmbH und Co. KG haben sich 17 Gesellschafter zusammengeschlossen, um an verschiedenen Standorten zu investieren. Drei Windparks wurden mittlerweile erworben, an denen die Stadtwerke Solingen jeweils 8,3 % halten. Zweites Standbein ist das Projekt SynEErgie. Strategischer Stadtwerke Partner ist hier die SteaG New Energies. Im März wird der Aufsichtsrat der Stadtwerke über den Erwerb eines Anteils von 12 % am SteaG Windpark Ullersdorf entscheiden, der eine Gesamtleistung von 43 MW hat.

Juli 2014

Fragen zum geplanten Windrad-Projekt in Solingen

Solingen, 11. Juli 2014

Die Stadtwerke Solingen führen den öffentlichen Dialog fort, indem sie die Anfragen der Bürgerinnen und Bürger, die im Zusammenhang mit dem geplanten Windenergieprojekt an der Sengbachtalsperre an sie herangetragen werden, regelmäßig beantworten und veröffentlichen.

Zum Beispiel kam die Frage nach dem Stand der beauftragten Gutachten zum Artenschutz. Das avifaunistische Gutachten sowie das Fledermaus-Gutachten wurden wie geplant fertiggestellt und sind der Stadt Solingen als Träger des Verfahrens bereits Ende Juni übergeben worden. Die zuständigen Gremien und Sachverständigen der Stadt Solingen befassen sich nun mit den Gutachten. Die Stadt Solingen wird zuständigkeitshalber nach Abschluss dieses Verfahrens die Gutachten veröffentlichen.

Zudem kamen Fragen auf, ob sich die Windräder negativ auf den Tourismus in der Region auswirken könnten. Eine aktuell vorgestellte Studie des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung zeigt, dass diese Bedenken weitestgehend unbegründet sind. Die Ergebnisse von über 6.000 Befragten belegen, dass sich die überwiegende Mehrheit der Touristen (92,3 %) nicht durch Windkraftanlagen gestört fühlt. Nahezu 100 Prozent der Gäste wollen trotz Windenergieanlagen die Region künftig weiter besuchen. Eine Region kann durch Erneuerbare Energien-Anlagen sogar an touristischer Attraktivität gewinnen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Freiamt im Schwarzwald. Dort bieten Gastronomen neben Kulinarischem auch Besichtigungen von regenerativen Energieanlagen an, wie die Besteigung eines der mittlerweile fünf Windräder. „Freiamt hat mit den regenerativen Energien einen positiven Imageträger“, bekräftigt Robert Klausmann, Leiter der Touristen Information.

Insbesondere die direkten Anwohner beschäftigt die Frage, ob die von Windrädern ausgehenden Geräusche eine Lärmbelästigung darstellen. Hierzu hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) kürzlich die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, bei der mehr als 200 unmittelbare Anwohner eines Windparks über zwei Jahre von Wissenschaftlern begleitet wurden. Die Anwohner hatten mehrheitlich keine Probleme mit den Windparkgeräuschen. Entscheidend ob Windenergie als störend empfunden wird ist vielmehr die persönliche Einstellung der Person selbst.

Weitere Fragen beantworten die Stadtwerke Solingen regelmäßig auf ihrer Internetseite www.bergwind-solingen.de. Bürgerinnen und Bürger finden dort die Pläne und umfangreiche Hintergrund-information und haben weiterhin die Möglichkeit, ihre Fragen und Anregungen zu äußern.

Quellen:
Studie und Praxisbeispiel zu Windenergie und Tourismus:
www.nit-kiel.de
www.windpark-alexanderschanze.de/erfahrungen-aus-der-praxis

Studienergebnisse Belästigung durch WEA-Geräusche:
www.dbu.de

Juni 2014

Der ideale Kraftwerkspark

Solingen, 25. Juni 2014

Der Stadtwerke-Verbund Trianel hat untersuchen lassen, wie sich der Kraftwerkspark in Deutschland weiterentwickeln muss, um Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten und gleichzeitig die Ziele der Energiewende zu erreichen. Unter www.energiemarkt-design.de ist die Studie „Der ideale Kraftwerkspark der Zukunft“ veröffentlicht.

Mai 2014

Windräder an der Sengbachtalsperre: Umweltgutachten liegt im Zeitplan

Solingen, 15. Mai 2014

„Windräder nicht in der Wasserschutzzone III geplant”

Die Stadtwerke Solingen planen die Errichtung zweier Windenergieanlagen oberhalb der Sengbachtalsperre. Dazu bedarf es einer Änderung des Flächennutzungsplans durch die Stadt Solingen. Für die Aufstellung des Flächennutzungsplans sind verschiedene Gutachten notwendig, die die Umweltverträglichkeit und den Artenschutz umfassen.

Auf die Frage, warum das Gutachten zum Artenschutz bisher nicht vorliege, erklärte Johannes Fritz von zuständigen Umweltbüro ecoda: „Es handelt sich um sorgfältige Untersuchungen zu unterschiedlichen Tierarten mit verschiedenen wissenschaftlichen Methoden. Die Bearbeitung erfolgt daher schrittweise nacheinander, die Ergebnisse werden in Einzelgutachten zusammengefasst. Zum Schluss wird dann ein Gesamtbericht erstellt. Das alles braucht Zeit.“

„Wir sind etwas irritiert über die Äußerung von Herrn Krebs, das Gutachten werde wie ein Staatsgeheimnis behandelt“, ergänzt Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen. „Die Zusammenfassung in einem Umweltbericht wird erst Ende Juni erwartet. Dieser Termin ist auch allen bekannt. Anschließend wird das Papier an die zuständigen Gremien weitergeleitet.“ Auch der Vorwurf mangelnder Transparenz erstaunte Andreas Schwarberg: „Wer unsere Infoveranstaltungen besucht hat oder sich auf der www.bergwind-solingen.de informiert, kann dem sicher nicht zustimmen. Alle Fakten, die uns bis zum jetzigen Zeitpunkt vorliegen, haben wir der Öffentlichkeit auch zugänglich gemacht.“

Die Befürchtungen, die Windräder, seien wegen der Kürzungen im EEG unwirtschaftlich oder müssten höher gebaut werden als geplant, seien ebenfalls völlig unbegründet, betont Peter Sossna, Bereichsleiter Energiedienstleistung und Erzeugung bei den Stadtwerken Solingen. „Wir hatten das neue EEG stets im Blick, die Veränderungen sind daher bereits berücksichtigt.“

Rückmeldungen der Bezirksregierung Düsseldorf, die geplanten Windräder lägen in der Wasserschutzzone III, widerspricht Peter Sossna vehement: „Oberhalb der Sengbachtalsperre gibt es einen Bereich, in dem das Oberflächenwasser direkt in die Talsperre fließt. Dies ist das Wasserschutzgebiet. Der Bereich in dem wir bauen würden, liegt westlich vom Wasserschutzgebiet. Wir versuchen derzeit zu klären, auf Basis welchen Materials die Bezirksregierung Düsseldorf zu ihrer Einschätzung gekommen ist.“

April 2014

Stadt Solingen: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Aufstellung des Teilflächennutzungsplans Windenergie

Solingen, 3. April 2014

Die Stadt Solingen hat auf ihrer Internetseite Stadtplanung.solingen.de neben allgemeinen Informationen auch Dokumente zum Vorentwurf des Teilflächennutzungsplans Windenergie bereitgestellt. Zu diesen Informationen gelangen Sie hier.

 

Stadtwerke Solingen: Jede Gemeinde muss ihren Beitrag zur Energiewende leisten

Solingen, 29. April 2014

Die Stadtwerke Solingen planen, an der Sengbachtalsperre zwei Wind¬räder zu bauen. Peter Sossna, Bereichsleiter Energiedienstleistung und Erzeugung: „Wir wollen mit den Windrädern die Energiewende in Solingen fördern, schließlich geht es darum, unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Dazu muss jede Gemeinde den ihr möglichen Beitrag leisten – auch im Bergischen Land. Es gibt viele Bürgerinnen und Bürger, die uns in dieser Haltung und in unserem Vorhaben unterstützen. Das sehen wir an Zuschriften, Leserbriefen und an Beiträgen in sozialen Netzwerken. Selbstverständlich nehmen wir aber auch die Fragen besorgter Bürgerinnen und Bürger ernst und wir sind offen für sachliche und fundierte Kritik.“ Als Angebot für den Dialog und zur Information haben die Stadtwerke unter www.bergwind-solingen.de eine Internetseite eingerichtet, um Fragen zum Thema Windenergie in Solingen zu beantworten und Missverständnisse aufzuklären.

In den vergangenen Wochen gab es vermehrt Rückfragen zu den möglichen Standorten der Windräder in Bezug auf den Naturschutz. Peter Sossna: „Die möglichen Standorte sind so gewählt, dass wir die Windräder weder in einem Wasser- noch in einem Naturschutzgebiet bauen würden. Das wäre rechtlich auch gar nicht zulässig. Es handelt es sich an diesen Stellen um bewirtschafteten Nutzwald mit befestigten Wegen, auf denen schwere LKW und Forstwirtschaftsfahrzeuge unterwegs sind. Es gibt daher dort heute schon Holzeinschlag und Schneisen.“

Auch zum Artenschutz kommen Rückfragen. Peter Sossna: „Wir haben bereits im Vorfeld umfangreiche Prüfungen zum Artenschutz vorgenommen und dabei ja auch das Uhu-Pärchen an der Sengbachtalsperre entdeckt. Der Uhu genießt einen extrem großen Schutzbereich. Deshalb haben wir unser Vorhaben von vier auf zwei Windräder reduziert. Auch im Bereich des Artenschutzes gibt es klare und sehr restriktive rechtliche Vorgaben, die wir selbstverständlich einhalten.“ Das sei, so Peter Sossna, übrigens auch während und nach den Bauarbeiten erforderlich.

Thematisiert wird auch der Einfluss von Windenergienutzung auf den Tourismus. Dazu Peter Sossna: „Wir alle kennen touristisch sehr gut erschlossene Gebiete wie im Schwarzwald, auf Rügen oder an der Nordsee, wo der Tourismus und die Erzeugung regenerativer Energien durch Windräder sehr gut miteinander funktionieren und sich sogar gegenseitig positiv beeinflussen. Warum sollten wir das im Bergischen Land nicht auch gemeinsam hinbekommen?“

Weitere Fragen beantworten die Stadtwerke Solingen regelmäßig auf ihrer Internetseite www.bergwind-solingen.de. Bürgerinnen und Bürger finden dort Pläne und umfangreiche Hintergrundinformation.

März 2014

Gründungsversammlung der BürgerEnergie Solingen

Solingen, 18. März 2014

Aufsichtsrat und Vorstand gewählt

BESG_20140313-AR_und_V_redAm Abend des 13. März 2014 hat sich nach acht-monatiger Vorbereitungszeit die Genossenschaft BürgerEnergie Solingen (BESG i.G.) gegründet.

Die Bürgerenergiegenossenschaft hat das Ziel, die Energiewende im Bergischen Land wirtschaftlich, umweltfreundlich, sozial gerecht, versorgungssicher und  damit zukunftsfähig mitzugestalten.

Die 35 Gründungsmitglieder, darunter auch die AWO und die Bergische Bürgerenergie Genossenschaft (bbeg eG), trafen sich im Forum der Volkshoch­schule, beschlossen die Satzung und wählten den Aufsichtsrat.

Mitglieder des Aufsichtsrats sind Sibylle Arians, Horst Berg (Vorsitzender), Birgit Correns, Gundi Hübel-Dorn (stellvertretende Vorsitzende) und Ralf Schüle.

Zum Vorstand der BESG, der die Geschäfte der Genossenschaft führt und diese nach außen vertritt, wurden Peter Bell, Ingeborg Friege und Christian Robbin bestellt.

Vorstandsmitglied und Sprecherin der Gründungsinitiative Ingeborg Friege erläuterte auf der Versammlung die Ziele der BESG: “Gemeinsam mit der Stadt Solingen, den Bürgerinnen und Bürgern und den Stadtwerken soll die Genossenschaft auf die Senkung des Energieverbrauchs, die Steigerung der Energieeffizienz und die Unterstützung einer dezentralen, möglichst lokalen Erzeugung von Energie – weitgehend aus erneuerbaren Quellen – hinwirken. Das Genossenschafts-Modell trägt darüber hinaus zu Transparenz und Demokratisierung im Energiesektor bei.”

Damit ist ein erster Schritt getan, Bürgerinnen und Bürgern den Erwerb von Anteilen an den Stadtwerken Solingen zu ermöglichen. Die Gründung entspricht so einem Ratsbeschluss vom 21. Februar 2013 nach der im Herbst 2012 erfolgten Rekommunalisierung der Stadtwerke.

Ingeborg Friege dankte den vielen ehrenamtlichen Aktiven, die seit August 2013 eine Satzung entworfen, ein Geschäftsmodell entwickelt, Kontakte zum Genossen­schaftsverband und zu möglichen Kooperationspartnern aufgebaut sowie Gespräche in der Politik, mit den Solinger Stadtwerken, der Stadtsparkasse, der Volksbank und verschiedenen Verbänden geführt haben. Sie zeigte sich überzeugt, dass das Engagement der Mitglieder im Aufsichtsrat, dem Vorstand und den Arbeitsgruppen weiter wertvolle Früchte trage.

Voraussichtlich im Sommer 2014 ist mit einer Eintragung der BESG als “Genossenschaft in Gründung“ in das Genossenschaftsregister zu rechnen. Interessenten können über die E-Mail-Adresse info[at]buergerenergie-solingen.de Kontakt mit der BESG aufnehmen oder über die Internetseite www.buergerenergie-solingen.de Informationen abrufen.

Foto von links nach rechts: Horst Berg, Ingeborg Friege, Christian Robbin, Gundi Hübel-Dorn, Ralf Schüle, Birgit Correns, Peter Bell. Sibylle Arians nicht im Bild; Foto: K. Schulze-Robbin.

 

Windräder an der Sengbachtalsperre: Jetzt sind die Bürgerinnen und Bürger am Zug

Solingen, 26. März 2014

Um künftig den Bau von Windrädern auf dafür geeigneten Konzentrationsflächen zu ermöglichen, will die Stadt Solingen ihren Flächennutzungplan ändern. In diesem Rahmen werden die Träger öffentlicher Belange (z.B. Behörden oder Umwelt- und Naturschutzverbände) sowie die Bürgerinnen und Bürger einbezogen. Dabei besteht auch für die Nachbargemeinde Leichlingen die Möglichkeit, sich zum Projekt zu äußern.

Die Stadt Solingen veranstaltet am Dienstag, den 01.04.2014, bereits eine zweite Bürgerversammlung, bei der die allgemeinen Ziele und Zwecke des Flächennutzungsplan-Neuentwurfs genau dargestellt und diskutiert werden. Beginn ist um 19:00 Uhr im Kammermusiksaal im Theater und Konzerthaus Solingen.

Daneben bietet die Stadt Leichlingen am 09.04. um 18:00 Uhr eine eigene Informationsveranstaltung im Haus Klippenberg in Oberbüscherhof an.

Die Bekanntmachung zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung der Stadt Solingen finden Sie hier. Mehr Informationen rund um den Vorentwurf zum sachlichen Teilflächennutzungsplan hat die Stadt auf ihrer Website zur Verfügung gestellt.

Februar 2014

Ausstellung zum Projekt Windenergie an der Sengbachtalsperre

Solingen, 6. Februar 2014

Seit Ende vergangener Woche präsentieren die Stadtwerke in ihrem Kunden-Center an der Beethovenstraße 210 eine Ausstellung zum Thema Bergwind. Dort können Interessierte Einblick nehmen, welchen Schall und welchen Schattenwurf die Windräder nach sich ziehen würden, wie die Windräder in der Landschaft sichtbar wären und welche Vögel und Fledermäuse im Gebiet bereits untersucht wurden.

Die Bürgerinnen und Bürger haben vor Ort auch die Möglichkeit,  ihre Anregungen und Fragen an die Stadtwerke auf Karten zu schreiben und abzugeben. Hierfür steht extra ein Kasten bereit.

Das Kunden-Center der Stadtwerke Solingen ist geöffnet montags bis mittwochs von 8.00 bis 15.00 Uhr, donnerstags von 8.00 bis 18.00 und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr.

 

Windrad-Projekt: Stadtwerke beantworten die Fragen von Bürgern und Parteien

Solingen, 10. Februar 2014

Die Stadtwerke Solingen haben auf zwei Dialog-Veranstaltungen in Burg, am 21. Januar, und in Witzhelden, am 28. Januar, die Bürgerinnen und Bürger über den Stand der Vorbereitungen für die Planung zweier Windräder oberhalb der Sengbachtalsperre informiert. Den Stadtwerken war es dabei wichtig, die beiden Veranstaltungen in Burg und Witzhelden bürgernah und offen zu gestalten: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, die insgesamt vierstündige Veranstaltung so zu moderieren, dass die Bürger zunächst möglichst viele Informationen bekommen, um eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zu schaffen. Gleichzeitig wollten wir auch den Fragen und dem Diskussionsbedarf der Bürgerinnen und Bürger gerecht werden,“ betont Kerstin Griese, Unternehmenssprecherin der Stadtwerke. Für Fragerunden, öffentliche Diskussion und die Gespräche mit den Experten standen deshalb gut zweieinhalb Stunden Zeit zur Verfügung. Auch auf den Pinnwänden, die im Saal aufgestellt waren, fanden sich Anregungen.

Einige Bürgerinnen und Bürger und auch die Bürgerliste Witzhelden Leichlingen (BWL) haben seit den Veranstaltungen das zusätzliche Angebot der Stadtwerke Solingen angenommen, weitere Fragen per E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Webseite www.bergwind-solingen.de zu stellen. Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Wir freuen uns über das rege Interesse und die Fragen aus der Bürgerschaft. Wir unterstützen gerne diesen Austausch von Argumenten, damit die Diskussion auf einer sachlichen Ebene geführt wird.“

Insbesondere folgende Fragen wurden häufiger gestellt:

  • Welche Gewichtung bekommt der neue Winderlass vom 14./24.01.2014: Grundsätze der Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen (WKA-Erlass)?

Der Winderlass, auf den sich einige Bürger – auch schon während der Veranstaltung – bezogen, ist der Winderlass vom 21.10.2005. Dieser Winderlass wurde inzwischen aufgehoben und mit dem Rund-Erlass vom 11.07.2011 – dem neuen Winderlass – ersetzt. Die Empfehlungen dieses Erlasses werden bei den Planungen berücksichtigt.

  • Warum kommt für die Stadtwerke Solingen das ausgewiesene Windgebiet in Solingen-Gräfrath nicht in Betracht?

Auf den Flächen in Gräfrath ist eine Windkraftanlage genehmigt. Die Genehmigung für die Anlage, die Flächennutzungsverträge etc. sind in der Hand eines Windkraftentwicklers und somit nicht im Zugriff der Stadtwerke Solingen. Zudem ist die genehmigte Anlagenart aus Sicht der Stadtwerke veraltet.

  • Wie werden die Schallimmissionen an den möglichen Standorten festgestellt?

Die vorgelegten Schallprognosen fußen auf gesetzlichen Regelungen, nämlich der Technischen Anleitung Lärm (TA-Lärm), dem Bundesimmissionsschutz-Gesetz (BImSchG) sowie Bestimmungen des Landes NRW. Der Berechnungsprozess ist relativ aufwändig und wird dezidiert unter http://www.bergwind-solingen.de/2014/02/07/wie-entstehen-schallprognosen/ erläutert.

Weitere Antworten auf Fragen rund um die Windenergie finden sie hier.

 

Stadtwerke Solingen investieren 5 Mio. Euro in Windenergie – Rat stimmt Beteiligung zu

Solingen, 14. Februar 2014

In seiner Sitzung am 13. Februar hat der Rat der Stadt Solingen den Plänen der Stadtwerke Solingen zugestimmt, eine Beteiligung in Höhe von 5 Mio. Euro an der Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG (TOW) einzugehen. Die Stadtwerke Solingen beteiligen sich damit mittelbar an einem bereits bestehenden Windpark in Eisleben. Der Windpark Eisleben liefert bei Windgeschwindigkeiten von über 7,3 m/s rund 65 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das reicht aus, um 16.000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Weitere Windanlagen sind bei der TOW in Planung und sollen bis 2016/2017 in Betrieb gehen. Bei der Prüfung der Beteiligung haben die Stadtwerke Solingen ökologische, ökonomische und soziale Ziele ihres Nachhaltigkeitskonzeptes zugrunde gelegt.

Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen verwies auf den Auftrag des Stadtrates, mittelfristig 100 GWh erneuerbare Energien zu erzeugen. Mit der Beteiligung an der TOW könnten die Stadtwerke Solingen ihr Erzeugungsportfolio mit überschaubarem Investitionsaufwand und Risiko um ca. 30 GWh erweitern. Schwarberg weiter: „Wir können aber nicht erwarten, dass nur Regionen außerhalb des Bergischen Landes die Lasten der Energiewende tragen. Auch in Solingen müssen wir unseren Beitrag leisten. Hier haben wir aber schon fast alle Möglichkeiten im Bereich Biomasse, Wasserkraft und Photovoltaik ausgeschöpft. Die zwei Windräder an der Sengbachtalsperre sind daher ein notwendiger Beitrag. Denn jede Gemeinde ist aufgerufen, dass für sie Mögliche zu tun.“

Im aktuellen Wirtschaftsplan der Stadtwerke sind bis zum Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt rund 22 Mio. Euro für Investitionen in regenerative Erzeugungsanlagen vorgesehen.

Die TOW wurde im Juli 2013 gegründet. Zwischenzeitlich sind elf weitere kommunale Energieversorger der Gesellschaft beigetreten, darunter die Trianel als Zusammenschluss von über 100 kommunalen Energieversorgern und Stadtwerken. Gegenstand der TOW ist die Planung und Entwicklung, die Errichtung und der Betrieb von Onshore-Windenergieanlagen in Deutschland.

 

Stadtwerke Solingen kritisieren aktuelle Bergwind-Diskussion

Solingen, 24. Februar 2014

Ja zur Energiewende, aber bitte auf Kosten anderer!

Andreas Schwarberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Solingen, äußert sich zur aktuellen Diskussion rund um die geplanten Windräder an der Sengbachtalsperre: „An der aktuellen Diskussion stört mich deren Widersprüchlichkeit: Immer wieder wird behauptet, für die Energiewende und für Windenergie zu sein, aber doch bitte nicht im Bergischen Land, sondern gerne woanders. Wir müssen ganz klar sehen: Die Energiewende geht uns alle an, wenn wir unseren Kindern und Kindeskindern eine (über-)lebenswerte Umwelt hinterlassen wollen. Auch in anderen Teilen Deutschlands schätzt man die eigene Region und die dortige Natur. Wir können nicht verlangen, dass nur die jeweils Anderen Einschränkungen hinnehmen müssen. Wenn wir von fossilen Brennstoffen und Atomenergie auf regenerative Energien umstellen wollen, muss jede Gemeinde, jeder Bürger den ihm möglichen Anteil leisten. Und dabei zählt wirklich jeder Beitrag! Hier im Bergischen Land haben wir die Möglichkeiten von Solar-, Wasserkraft und Biomasse schon weitgehend ausgereizt, Windenergie ist ein sinnvoller Baustein und eine der wenigen noch verbleibenden Möglichkeiten für eine lokale regenerative Energieerzeugung.

In der Diskussion war auch der Vorwurf zu hören, dass sich die Stadtwerke Solingen an den Windrädern bereichern wollten. Richtig ist, dass der Gewinn der Stadtwerke Solingen vollständig in die Solinger Stadtkasse fließt und somit allen Solinger Bürgerinnen und Bürgern zugute kommt. Durch die Beteiligungsmöglichkeit der ARGE Bergwind und damit auch der Stadtwerke Leichlingen an den Windrädern, gilt dies auch für die Stadt Leichlingen.“